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Briefe aus Palmblättern

Gerollte Briefe aus Tibet und Nepal
Aus einer nepalesischen Quelle stammen die historischen Palmblatt-Manuskripte aus der Zeit der Malla-Dynastie, die als kleine Erinnerung an die Internationale Briefmarken-Börse und den Dalai-Lama-Brief zum Kauf angeboten werden. Die Firma Kniffka Philatelie konnte sie im Fernen Osten vor ein paar Monaten ergattern. Die Malla-Dynastie regierte Gebiete im heutigen Nepal und Teilen Tibets zwischen dem 12. und 18.Jahrhundert.

Bei den Palmblatt-Briefröllchen handelt es sich um Nachrichten, teils auch Gebete, die auf getrocknete Palmblätter geschrieben worden sind. In ganz Süd- und Südostasien war dieses Material das Papier der antiken Zeit, so wie Papyrus im antiken Ägypten. Nach der Erfindung des Alphabets in Südasien begannen die Menschen auf den Blättern der Talipot-Palme (Corypha umbraculifera) und der Palmyra-Palme (Borassus flabellifomis) zu schreiben. Anders als in Europa wurden zur damaligen Zeit Briefe und Nachrichten nicht ausschließlich nur in rechteckiger Form zum besseren Transport gefaltet, sondern sie wurden gerollt. Gerollt deshalb, weil sie zum Transport auf Schnüren aufgezogen oder aber um Stäbe gerollt wurden. In einigen Fällen kam es auch vor, dass diese Röllchen um Pfeile gewickelt und dann wie aus den bekannten Robin-Hood-Filmen über längere Distanzen verschossen wurden. Bei den teils unwegsamen Wegeverhältnissen vor hunderten von Jahren konnte man so bequem Schluchten und reißende Flüsse überbrücken.

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Die getrockneten Palmblätter wurden in Streifen geschnitten und mit einer Paste aus Ragi (Getreide) behandelt um sie weich zu machen. Mit dem Aufkommen der Druckerpressen im frühen 19.Jahrhundert und der schrittweisen Einführung des Papiers verschwanden die Palmblätter aus dem täglichen Gebrauch. Leider war dieses natürliche Material aufgrund der Witterungsverhältnisse in Südasien und im Bereich des Himalaya sehr fäulnisempfänglich, so dass im Laufe der Jahrhunderte der überwiegende Teil der „Briefe“ zerstört wurde.
Die in München zum Verkauf stehenden Röllchen enthalten neben Nachrichten auch Gebete, die in Gebetsmühlen eingelegt wurden. Eine dieser Gebetsmühlen wird in München neben dem Dalai Lama Brief ausgestellt. Jedes Briefröllchen ist ein Einzelstück.
Der Erlös dieser Aktion kommt der Einrichtung „Lichtblick Hasenbergl“ zu Gute. Im Norden Münchens werden hier Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreut, um ihre beruflichen Benachteiligungen zu überwinden. Zu den Projekten gehört auch eine Briefmarken-Arbeitsgemeinschaften. Mit dieser Einrichtung hat die Internationale Briefmarken-Börse München schon in früheren Jahren erfolgreich zusammengearbeitet. Die Spendenübergabe ist für Sonnabend, 3. März 2012 um 15 Uhr im Forum für Sammler vorgesehen.

   
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