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Presseinformation vom 22. November 2011

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Reader des Postgeschichte-Symposiums im Versand
Die hochwertigen Themen im Symposium für Postgeschichte sind auch in diesem Jahr zu einem Reader zusammengefasst worden. Um die Kosten für alle Sammler günstig zu halten, wurde die Produktion erstmals als CD vorgenommen. Der Versand hat jetzt begonnen.
Als erster Autor beschäftigt sich Friedrich Meyer aus Heilbronn mit dem 1845 geschlossenen Postvertrag des Königreichs Hannover mit dem Ausland. Tarife und Abrechnungen wurden in englischer Währung vereinbart. Die Kennzeichnung der auf diesem Wege in das Königreich eingehenden Post durch den Stempel ENGLAND ÜBER BREMEN war notwendig geworden, weil Preußen zum 1. Januar 1847 einen direkten Postaustausch über Aachen und Ostende mit England eingerichtet hatte, der bald von allen deutschen Staaten benutzt wurde, auch von Hannover, denn dieser Weg war schneller, aber dafür auch teurer.
Reisen mit der k.k. Fahrpost ab 1750 präsentiert Hubert Jungwirth aus Gries am Brenner (Österreich) seinen Leserinnen und Lesern. Deren Einrichtung begründete eine Erfolgsgeschichte der öffentlichen Personenbeförderung. Es bedurfte einer raffinierten Organisation, hunderte Poststationen in der ganzen Monarchie in Bereitschaft zu halten und den verlässlichen Einsatz der benötigten Postillione und Pferde zu gewährleisten, nicht nur für die planmäßigen Fahrten sondern auch für allfällige Extrapostfahrten.
Mit einem besonders wichtigen Fenster der europäischen Postgeschichte befasst sich Dr. Thomas Mathá aus Bozen (Italien). Nach dem Ende des Wiener Kongresses 1815 gelang dem Kirchenstaat nämlich die Einnahme jener wichtigen Position, die er bereits vor den napoleonischen Wirren eingenommen hatte: in der Vermittlung der europäischen Korrespondenzen aus den Altdeutschen Staaten und den Schweizer Kantonen über Ferrara, Bologna, Rom und Ancona von und nach Süditalien und darüber hinaus (den Ionischen Inseln, Griechenland, Malta und Nordafrika).
Abschließend werden auf der CD von Rudolf Buschhaus die Ziele des Postvertragspojektes vorgestellt. Dabei sollen über das Internet möglichst viele Postgeschichtler, Interessente und Enthusiasten in die Umsetzung einbezogen werden. Mit dem Deutschen Altbriefsammler-Verein DASV als Träger wird sichergestellt, dass keine Partikularinteressen verfolgt werden. Ebenso bleibt das gesammelte Wissen unabhängig vom Einfluss einzelner Personen über lange Zeiträume gesichert.

Der Reader „Postgeschichte - live in Sindelfingen 2011“ mit zahlreichen Farbabbildungen ist auf CD erhältlich. Er kann bestellt werden bei Messe Sindelfingen, Martina Kaiser, Mahdentalstraße 116, 71065 Sindelfingen, martina.kaiser@messe-sindelfingen.de; und kostet 8,50 Euro (im Inland + 1,50 Euro Porto (=10,00 Euro Endpreis, im Ausland: + 3,50 Euro Porto, 12 Euro Endpreis).
Hinweis an die Redaktionen: Besprechungsexemplare bei Bedarf bitte per kurzer Mail anfordern. Beleg erbeten. Gerd Aschoff,
presse@briefmarken-messe.de

   
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